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Sven Weber

Kranzniederlegung zum Gedenken der Opfer des Faschismus am Denkmal in Zeulenroda-Triebes

Unsere Gedenkveranstaltung am zweiten Sonntag im September an diesem Denkmal ist traditionell anlässlich des Tages der Erinnerung, Mahnung und Begegnung zum Gedenken der Opfer des Faschismus. Und als Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg verbindet er heute das Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes.

Am 1. September 1939 war es, als Nazideutschland den Überfall auf Polen und damit den zweiten Weltkrieg begann. Nicht zuletzt hat Deutschland heute mit dem Überfall auf Polen den 2. Weltkrieg ausgelöst, der zu unendlich vielen Toten und zu unendlichem Leid in den betroffenen Familien führte. Noch heute werden die Toten dieses Krieges geborgen. Und auf den Kriegsgräberstätten würdig beigesetzt.

Überlebende der Konzentrationslager und Zuchthäuser begründeten die Tradition, am zweiten Sonntag im September der Opfer des Faschismus zu gedenken. Ein Tag der Erinnerung und Mahnung, der das Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes und die Auseinandersetzung mit Rassismus und Neonazismus verbindet. Auch in diesem Jahr findet der alljährliche Tag der Erinnerung und Mahnung - Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg wieder statt.

Im Totengedenken und in ihrer Trauer finden Angehörige, Freunde und Kampfgefährten zusammen. Wir wollen diese Erinnerung mit Aufklärung und Mahnung vereinen. Die Ehrung der Toten soll eine Verpflichtung der Lebenden werden, alles zu tun, den Nazismus für immer zu überwinden.

Der rasante Aufstieg neofaschistischer und rechtspopulistischer Kräfte in nahezu allen europäischen Ländern verlangt entschiedenen Widerstand. Wir treten menschenfeindlichen Einstellungen entgegen. Wir treten Ideologien zur Begründung sozialer Ungleichheit und gesellschaftlicher Ausgrenzung entgegen. Es muss ein Kampf aller anständigen Menschen sein, Rassismus und falsch verstandenen Nationalismus entgegenzutreten.

Wir werden auch künftig den Neonazis und Rassisten nicht die Straßen und Plätze überlassen. Wir treten dafür ein, Gedenk- und Lernorte zu schaffen, die an die Ursachen für den Aufstieg des Naziregimes und an die Millionen Toten erinnern. Wir treten dafür ein, Antworten zu finden auf die Frage "Wie konnte es dazu kommen, dass ein so hochentwickeltes Land wie unseres der faschistischen Barbarei verfiel?"

Dies vereint uns mit vielen Menschen in der Erinnerung an die Millionen Opfer des 2. Weltkrieges. Und der Ruf -Nie wieder Krieg- muss heute lauter denn je erschallen.

Aktuell besorgt uns auch die Gefahr eines neuen kalten Krieges Europas mit Russland. Dies bedeutet seitens Europa eine neue Aufrüstungsspirale von Waffen in der Welt. Das ist der falsche Weg. Das ist nicht notwendig. Wir Alle müssen den Frieden schützen.

Auch Die USA beunruhigen uns Europäer. Zur Zeit gibt es für die USA keine Verbündeten, nur Konkurrenten und das Aufhetzen gegeneinander. Das wiederum stets in Gewalt und Krieg endet. Wir Alle müssen den Frieden schützen.

Schlimm ist auch in diesen Zeiten der Aufstieg der Rechtspopulisten in Deutschland, die mit dem Flüchtlingsthema auf Stimmenfang gehen. Wir müssen dem entgegentreten. Wir Alle müssen den Frieden schützen. All das ist heute. Wir alle können unsere Zukunft mitbestimmen, weil wir in einer Demokratie leben. Wir Alle müssen den Frieden schützen.

Sven Weber